Begin Again von Mona Kasten {Rezension}

Begin Again von Mona Kasten {Rezension}

Kurzbeschreibung

Er stellt die Regeln auf –
sie bricht jede einzelne davon.

Noch einmal ganz von vorne beginnen – das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium nach Woodshill zieht. Dass sie ausgerechnet in einer WG mit einem überheblichen
Bad Boy landet, passt ihr daher gar nicht in den Plan. Kaden White ist zwar unfassbar attraktiv – mit seinen Tattoos und seiner unverschämten Art aber so ziemlich der Letzte, mit dem Allie
sich eine Wohnung teilen möchte. Zumal er als allererstes eine Liste von Regeln aufstellt. Die wichtigste: Wir fangen niemals etwas miteinander an! Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter
Kadens Fassade viel mehr verbirgt als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, desto unmöglicher wird es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren.

Rezension

Eigentlich bin ich kein großer Fan von romantischem Geplänkel in Büchern. Zu viel Liebe und Herzschmerz sind mir meißt ein Dorn im Auge und langeweile setzt sehr schnell bei mir ein. Um eins noch klarzustellen:
Ich mag Liebesgeschichten in Büchern und irgendwie gehören die auch dazu, aber ich mag keine Schnulzen die ihren Faden von der ersten bis zur letzten Seite ziehen.

Bei „Begin Again“ ist das ganz anders! Mit viel Tiefgang, wundervollen Charakteren und einer Protagonistin, die man einfach lieb haben muss, schafft Mona Kasten ein erstaunlich gutes Buch. Kasten schafft es selbst mich „Romtantik-Buch-Verweigerer“ in den Bann zu ziehen und zwar so sehr, dass ich einfach wissen musste wie das Buch ausgeht.

Ja… irgendwie war das Buch vorhersehbar und ja… nicht alles kam so überraschend wie man es sich vielleicht erhofft hatte. Jedoch ist es hier das Spiel der Figuren miteinander und der atemberaubende und realitätsnahe Schreibstil, der einen fesselt. Selbst dann wenn man normalerweise in anderen Genres sein Zuhause gefunden hat. Natürlich ist die Geschichte, „Mädchen geht in die fremde weite Welt um neues zu erleben und trifft auf überaus attraktiven Typen, den jede Frau toll findet, nur sie selbst nicht“, nichts neues. Spannnend fand ich die Art und Weise wie die Autorin sich an die einzelnen Schicksale herantastet. Man will unbedingt wissen was für Geheimnise und Tragödien die jeweiligen Figuren belasten und hofft natürlich auf ein Happy End.

Ich bin zwar immer noch kein Fan und werde es wahrscheinlich auch nicht werden, aber für eine kurzen Moment schaffte es ein Buch mich in ein Genres blicken zu lassen, um das ich sonst einen großen Bogen mache. Vielleicht sollte ich versuchen noch anderen Büchern dieser Klasse eine Chance geben.

Ich hatte mir das Buch trotz meiner Skepsis gekauft, da ich nur gutes darüber gehört hatte. Auch wenn es hin und wieder ein wenig schwächelte, schaffte es die Story mich dahingehend zu fesseln und mitzureißen, dass ich auch noch Band 2 lesen werde.

4

Originaltitel: Begin Again
Autor: Mona Kasten
Verlag: Lyx Verlag / Seiten: 496
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2016 / ISBN: 978-3736302471

 

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Nachruf auf den Mond von Nathan Filer {Rezension}

Nachruf auf den Mond von Nathan Filer {Rezension}

Kurzbeschreibung

Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf – und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot – und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Denn Matthew leidet an Schizophrenie …

Rezension

Leise rieselt der Regen an die Fensterscheibe, an denen sich die Tropfen in einer geradförmigen Choreografie, ihren Weg nach unten bahnen. Der auf dem Tisch stehende Kaffee dampft und duftet herrlich. Der leckere Kuchen lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mit dem Gefühl vollkommener Zufriedenheit, widme ich mich meinem Gesprächspartner.

Matthew Homes sitzt mir mit einem breiten Grinsen gegenüber und erzählt mir aus seinem Leben. Von seinem Bruder Simon; der ja eigentlich Tod ist, seinen Eltern; die irgendwie seltsam sind, seiner Kindheit, über seinen Aufenthalt in einer Psychiatrischen Klinik und natürlich davon, wie er sich die Schuld an dem Tod seines Bruders gibt.

Genauso fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches. Es kam mir so vor, als hätte Matthew Homes mir gegenüber gesessen und mir einfach so, bei einem netten Plausch seine Geschichte erzählt. Matthew berichtet gerne aus seinem Leben und das Ganze so, wie ihm ihm das gerade in den Sinn kommt. Unter Schizophrenie leidend, wird er in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen, in der er beginnt mit Hilfe von „Zwinker-Steve“ und einigen anderen seine Geschichte aufzuschreiben. Auch wenn die Geschichte oft etwas wirr zu sein scheint und die Kapitel oft zeitlich springen, schafft es Matthew, auf seine ganz eigene Art und Weise eine Geschichte zu erzählen. Nicht nur Matthew, sondern natürlich auch der Autor Nathan, schafft es mit einer großen Portion Humor und Charme, sowohl ernste als auch lustige Momente, dem Leser als Mattews selbstgeschriebene Geschichte näher zu bringen.

„Das ist mein Leben. Ich bin neunzehn Jahre alt, und das Einzige, worüber ich in meinem Leben frei bestimmen kann,
ist diese Geschichte und wie ich sie erzähle.
Allein schon deswegen will ich es nicht vermasseln.

Es wäre nett von Ihnen, wenigstens zu versuchen, mir zu vertrauen.“ (Seite 75)

Stilistisch ist es ein sehr außergwöhnliches Buch. So ändern sich z.B. die Schriftarten der einzelnen Kapitel. Je nachdem wo Matthew gerade war, als er seine Erzählung aufschrieb. So hatte er während seiner Zeit in der Klinik einen Computer zur Verfügung, jedoch hatte er zu Hause nur eine Schreibmaschine in Benutzung. Verschiedene Zeichnungen und Berichte runden das Ganze ab. Das Buch ist so gestaltet, dass man denkt, man würde eine Art Tagebuch in Händen halten. Matthew richtet sich direkt an den Leser und das nicht immer sehr freundlich.


Was genau ist Schizophrenie eigentlich?

schizophrenie


Matthew ist ein durchaus kluger und sehr sensibler Mensch, der versucht sein Leben trotz des Schickssalschlags und seiner Krankheit so ironisch und zynisch zu sehen, wie es nur eben geht. Filer schafft es auf eine sehr sympathische Art und Weise, ein Bild der Krankheit Schizophrenie zu vermitteln. Oft verliert Matthew in seiner Erzählung den Bezug zur Realtiät und schweift in seine, eben kranke Welt ab. Dadurch wird die Erzählung aber nicht weniger ausdruckslos.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass es sich bei Nathan Filers „Nachruf auf den Mond“ um einen unterhaltsamen, authentischen, eindrucksvollen und auch trauriger Roman handelt. Hin und wieder ein wenig zu verwirrend, aber trotzdem ein Roman der zum Nachdenken anregt und einem eine Krankheit auf eine andere Weise näherbringt, als man es erwarten würde.

4

 Originaltitel: Nachruf auf den Mond/ Autor: Nathan Filler
Verlag: Droemer TB / Seiten: 320
Erscheinungsdatum: 01. September 2016 / ISBN: 978-3426304372

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Irgendwo im Glück von Anna McPartlin {Rezension}

Irgendwo im Glück von Anna McPartlin {Rezension}

Kurzbeschreibung

Dublin, 1995: Maisie Bean ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ihr erstes Date vor siebzehn Jahren endete so schlimm, dass es ihr für den Rest des Lebens den Appetit auf Pommes verdarb. Die Ehe, die folgte, war die Hölle für Maisie, doch sie gab ihr zwei wundervolle Kinder: den sensiblen, humorvollen Jeremy und die starrsinnige, schlaue Valerie. Mit Hilfe der beiden schafft es Maisie sogar, ihre demente Mutter zu Hause zu pflegen. Alle packen mit an.

Als Maisie denkt, ihr Leben läuft endlich rund, geschieht das Unfassbare: Jeremy verschwindet eines Tages spurlos. Sie steht einem neuen Kampf gegenüber, dem Kampf ihres Lebens – für die Wahrheit über Jeremy, gegen Vorurteile und Ablehnung. Doch Aufgeben kommt für Maisie niemals in Frage.

Rezension

Anna McPartlins „Irgendwo im Glück“ ist ein unglaublich schönes und emotionales Buch. Die Geschichte rund um Maisie Bean, ihrem Leben, Leiden und Kämpfen hat mich nachhaltig beeindruckt. Von ihrem Eheman jahrelang misshandelt, schafft Maisie die Flucht aus dieser Hölle. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Valerie und Jeremy versucht sie von da an ein normales Leben zu führen. Allen Widrigkeiten trotzend kämpft Maisie für ihre Kinder und ihre demenzkranke Mutter. Fred der Polizist der ihr damals half wieder auf eigenen Beinen zu stehen, weckt neue Gefühle in ihr, doch dann plötzlich verschwindet ihr Sohn Jeremy und Maisies Welt zerspringt erneut in tausend Scherben.

Was würde ich tun wenn mein Sohn verschwindet? Eine Frage die mich während des Lesens immer wieder beschäftigt hat. McPartlin schafft es die Abgründe einer Mutter so emotionsgeladen darzustellen, dass ich mich oft selbst in dieser Person wiederfinden konnte. Gedanken, Ängste und Zweifel, nur drei der Gefühle die eine Mutter an den Rand des Wahnsinns treiben. Der Gedanke das sein eigenes Kind verschwindet. Eine absolute Horrorvorstellung!

Und all die Fragen die offen im Raum stehen: Geht es ihm gut? Wo ist er? Kommt er wieder? Was habe ich nur falsch gemacht?
Gedanken die einem den Schlaf rauben können. Vorwürfe die es schaffen einen selbst zu hassen und die Hoffnung das alles wieder gut werden wird. Das alles beschreibt die Autorin in ihrem Buch und noch vieles mehr.

Ein großes Thema des Buches sind die Ängste Jugendlicher. Wer bin ich? Was will ich? Bin ich normal? Ängste eines Jugendlichen der in einer Gesellschaft lebt in der „anders“ sein eine Ausgrenzung bedeutet. Die Angst nicht so leben zu können wie man es sich wünscht. Die Verzweiflung darüber sein Inneres zu verstecken und eine Mauer rund um diese Welt zu errichten. Doch wenn diese Welt einmal ausbricht, könnte sie Leben verändern.

„Mit mir stimmt etwas nicht. Du wirst immer anders sein als alle anderen.
Du wirst nie normal sein. Du kommst in die Hölle“ (Seite 74)

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Der Leser bekommt die Geschichte rund um Maisie und ihre Kinder immer stückchenweise präsentiert. So erfährt man, wie die Suche nach Jeremy und seinem Freund Rave verläuft und was die beiden zu der Zeit ihres Verschwindens gemacht haben. Die Kapitel sind mit Musik der 90er untermalt. Eine sehr schöne Idee, da die Lieder (vorausgesetzt man kennt sie) den einzelnen Kapiteln noch eine zusätzlich emotionale Seite geben.

Fazit

„Irgendwo im Glück“ ist ein tolles Buch voller Ängste, Selbstzweifel und Liebe. Ein Buch das mir während des Lesens Tränen in die Augen trieb. Es nahm mich mit in eine Welt, die mich noch nach dem Lesen des letzten Satzes beschäftigt. Eine Zeit die „anders“ sein verurteilt. Jeder sollte seinen Ort „Irgendwo im Glück“ finden und so leben können wie er es für richtig hält. Letztendlich ist es ein Buch über eine Frau, der das Schlimmste passiert, was einer Mutter widerfahren kann. Ihr Sohn verschwindet und was bleibt sind quälende Fragen.

Ein absolut empfehlenswertes Buch.

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Originaltitel: Somewhere Inside of Happy / Autor: Anna McPartlin /
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag/ Seiten: 464/ Erscheinungsdatum: 26. August 2016/
ISBN: 978-3499272233

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Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes {Rezension}

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes {Rezension}

Kurzbeschreibung

Lou & Will

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job
verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.

Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will

Rezension

Jojo Moyes „Ein ganzes halbes Jahr“ ist für mich eines der besten Bücher, welches ich in den letzten 2 Jahren gelesen habe.
Selten habe ich während dem Lesen weinen und lachen müssen. Taschentücher waren ein Muss um den ungewohnten Tränenfluss beim Lesen zu bändigen. Ein Buch das ein Gefühlschaos bei mir auslöst und auch noch lange nach dem Lesen zum Nachdenken anregt. Wie ist es ein Leben, leben zu müssen, das man nicht mehr will? Was würde ich tun, wenn ich in Wills Situation wäre? Lebe ich mein Leben so, wie ich es eigentlich leben sollte und genieße und schätze ich es genug? Einige der Fragen die ich mir im Laufe des Lesens gestellt habe.

Die Charaktere sind wundervoll beschrieben. Lou etwas tollpatschig, wild und ein Mensch der eigentlich gar nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Das Gegenstück dazu Will, der ehemalige Geschäftsmann der sein Leben in vollsten Zügen genossen hat und nach einem schweren Unfall fürs Leben gezeichnet und seither eher ein stiller in sich gekehrter Mensch ist. Ein Mensch der mit der Welt außerhalb seines Hauses nichts mehr zu tun haben möchte. Zwei Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten und anfangen das Leben so zu nehmen wie es eben kommt.

Der Schreibstil, wie auch bei anderen Büchern von Jojo Moyes, ist fließend, schön und einfach. Wenn ich überhaupt etwas kritisieren müsste, wäre es, dass man sich irgendwo einen anderen Verlauf der Geschichte gewünscht hätte. Trotzdem ist das Buch sehr
empfehlenswert. Jojo Moyes schafft es, mich dazu zu bringen, einfach mal über mein eigenes Leben nachzudenken und allein dafür hat es sich, unabhängig von der tollen Geschichte gelohnt, dieses Buch zu lesen.

Eine wunderschöne Geschichte des Lebens und der Liebe, die so viele in seinen Bann zieht und nur schwer wieder loslässt.

4

Originaltitel: Me before you / Autor: Jojo Moyes / Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seiten: 544 / ISBN: 978-3499272790

Leseprobe

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